Ein armes Mädchen, das zu spät zur Schule kommt, findet ein bewusstloses Baby in einem Auto eingesperrt…

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„Oh mein Gott!“, rief Patricia und hämmerte gegen die Scheibe. Sie sah sich hilfesuchend um, doch die sonst so belebte Straße wirkte wie ausgestorben. In diesem Moment hatte das Baby aufgehört zu weinen, und seine Bewegungen wurden immer langsamer. Blitzschnell fasste sie einen Entschluss. Sie griff nach einem Stück Schutt vom Boden, schloss die Augen und schlug es gegen die Heckscheibe. Das Glas zersplitterte mit einem lauten Knall, der durch die ganze Straße zu hallen schien. Die Autoalarmanlagen heulten auf, als Patricia, die Schnittwunden an ihren Händen ignorierend, durch die zerbrochene Scheibe griff, um das Kind zu greifen.

Ihre Finger zitterten, als sie mit den Gurten des Kindersitzes kämpfte. Das Baby reagierte kaum noch, seine Augen waren halb geschlossen, seine Atmung flach und schnell.

„Halt durch, Kleiner“, flüsterte sie schließlich und ließ ihn los.

Sie wickelte ihn in ihre Schuljacke und vergaß dabei völlig die Schule, ihre auf dem Bürgersteig verstreuten Bücher und das Wrack ihres Autos. Dann rannte sie zum nächsten Krankenhaus. Die fünf Blocks bis zur San Lucas Klinik kamen ihr wie eine Ewigkeit vor. Mit jedem Schritt schien das Gewicht des Babys in ihren Armen zuzunehmen, und ihre Lunge brannte vor Anstrengung.

Die Leute wichen ihr aus, als sie vorbeiging, einige riefen, andere zeigten mit dem Finger auf sie, doch Patricia konnte sich nur darauf konzentrieren, Schritt zu halten, nicht zu stolpern und pünktlich anzukommen. Wie ein Wirbelwind stürmte sie in die Notaufnahme, ihre Uniform schweiß- und blutbefleckt von den Schnitten an ihren Händen. „Hilfe!“, schrie sie mit zitternder Stimme, „bitte, es geht ihm sehr schlecht.“ Das medizinische Personal reagierte sofort. Eine Krankenschwester nahm ihr das Baby aus den Armen, während die Ärzte zu ihm eilten. Inmitten des Tumults beobachtete Patricia, wie einer der Ärzte, ein Mann mittleren Alters, sich dem kleinen Jungen näherte.

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